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SV Seeon veranstaltet wieder das
Stachelschlittenrennen 2009 auf dem Seeoner See

Seeon(cst). Strahlend blauer Himmel, das Kloster Seeon im Sonnenschein, eine kühle Nase und ein Glas heißen Glühweins – das war die Kulisse für rund 3000 Zuschauer, die sich auf dem Seeoner See tummelten, um den Start des traditionellen Stachelschlittenrennens zu sehen. Väterchen Frost hat es möglich gemacht und eine Eisdicke beschert, die eine solche Veranstaltung auch nötig hat. Seit 1971 gibt es das Stachelschlittenrennen auf dem Seeoner See und erfreut sich immer wieder größter Beliebtheit, wenn es ausgetragen werden kann. Damals ging das Rennen noch quer über den See, bis zur Klosterbucht mit Wende und wieder zurück zum Bäckerbach.
Heute kämpften auch die Kleinesten in ihrer Kategorie um Platz und Sieg, obwohl das Motto „dabei sein ist alles“ natürlich höher bewertet wird. Auf der rund 300 Meter langen Strecke mit einer Wende kam schon mancher (oder manche) der 79 Teilnehmer außer Puste. Der Schlitten, ergonomisch schön geformt, in Sitzhöhe wird per Stachelstecken auf der glatten Eisfläche richtig in Fahrt gebracht. Schön ist es auch die vielen Schlitten alle auf ein mal zu sehen. Da tauchen uralte, wurmstichige Rennschlitten auf, die fast nicht zu schlagen sind, gedrechselte Beine, geschnitzte Sitzplatte, gepolsterte Sitzfläche, sogar mit Lehne waren sie schon zu sehen. Beim Herumfragen stellt man fest, dass es wohl keinen Haushalt in Seeon ohne Stachelschlitten gibt.
Woher der Stachelschlitten kommt ist nicht ganz genau nachvollziehbar. Hans Huber, Sprecher des Rennspektakels gab da den einen oder anderen Denkanstoß. Einige behaupten der Stachelschlitten wäre mit den Herzögen der Leuchtenbergs nach Seeon gekommen? Was dagegen spricht ist die Tatsache, dass der Schlitten auch auf anderen Seen zu sehen ist. Bereits 1880 waren solche „Beinschlitten“ auf dem Tegernsee zu finden. Fakt ist auch, das wohl an jedem See mit einem Benediktinerkloster solche Gefährte im Winter gute Dienste tun. Wie auch immer, praktisch sind sie auf jeden Fall. Schnell bewegt man sich mit der eigenen Armkraft über das glatte Eis und unter dem Schlitten sind leicht Rucksack oder Eisstock zu verstauen.
Der SV Seeon nimmt sich dieser Veranstaltung seit Jahren an und organisiert kurzerhand bei genügend dicker Eisdecke das Rennen. Für das leibliche Wohl war an beiden Enden der Rennstrecke gesorgt. Brotzeiten, die leicht in die Hand zu nehmen waren und Glühwein um die kalten Finger zu wärmen und um nicht auszukühlen. Denn mit allen Läufen und Endausscheidungen dauerte das Rennen drei Stunden. Rundum war die Veranstaltung ein Publikumsmagnet, wo man sich gerne trifft und sich austauscht. Im Bedarfsfall wachte die Seeoner BRK Bereitschaft dankenswerterweise über das Publikum und die Sportler.
Der Erlös aus diesem Tag geht in den großen Topf für den Turnhallenneubau. „Alle für eine Halle“ war auch an diesem Tag großgeschrieben.
Nun zu den Siegern des Tages: Gesamtsieger nach allen Läufen und nach einem Endlauf mit allen Siegern der einzelnen Kategorien war Florian Schroll, gefolgt von Martin Berger und Franz Huber.

In der Staffel war nur ein Schlitten erlaubt, der übergeben werden musste. Hier siegte „Erschlecht“ mit Konrad Daxenberger, Florian Schroll, Thomas Schroll und Hans Ober vor den „Berger-Buam“ mit Martin Berger, Peter Berger, Michael Berger und Klaus Janson und dem „Burschenverein Seeon“ mit Christoph Linner, Hubert Hartl, Markus Namberger und Florian Berger.


Siegerliste der Damen: 7-10 Jahre: 1. Pia Daxenbeger, 2. Kim Pröller. 11-14 Jahre: 1. Teresa Mayer 2. Öckler Maria, 3. Öckler Anna. 15-18 Jahre: 1. Lisa Huber. 31-40 Jahre:, 1. Marianne Daxenberger, 2. Mair Heidi. 41-50 Jahre: 1. Astrid Pröller. 51-60 Jahre: 1. Schlickenrieder Marga, 2. Marianne Hohenleitner. 61-100 Jahre: 1. Lina Klinger (älteste Teilnehmerin mit 77 Jahren), 2. Sigrun Scheffel, 3. Christine Hohlfeld.
Siegerliste der Herren: 7-10 Jahre: 1. Felix Pröller, 2. Lukas Daxenberger, 3. Jonas Raab. 11-14 Jahre: 1. Peter Linner. 19-30 Jahre: 1. Florian Schroll, 2. Hubert Hartl, 3. Florian Berger. 31-40 Jahre: 1. Martin Berger, 2. Konrad Daxenberger, 3. Thomas Hartl. 41-50 Jahre: 1. Peter Berger, 2. Hans Ober, 3. Georg Linner. 51-60 Jahre: 1. Michael Berger, 2. Hans Schlickenrieder, 3. Franz Schönlinner. 61-100 Jahre: 1. Franz Huber, 2. Harald Rühl, 3. Walter Kunsteiger.

Die Tagessieger
Sieger 41 - 50 Jahre

Sieger 60 plus

Die Staffelsieger

 

Frau Lina Klinger wurde mit 77 Jahren als älteste Teilnehmerin beim Rennen von SV Vorstand Orwat geehrt

Messner Matthias sammelte bei den Zuschauern über 300 Euro für den Turnhallenbau